|
|
|
 |
 |
 |
 |
KOMMENTAR DER ZEITUNG |
 |
|
|
Von Heinz-Georg Breuer Die Attacke kam unerwartet. Okers Realschullehrer, die in halber Konferenzstärke angerückt schienen, machten lautstark Front gegen eine Goslarer IGS am geplanten Standort und zogen alle Register. Ein Besucher versah sie mit dem Prädikat „engagiert“, doch war dieser Belobigung das eitle Eigeninteresse der Redner nicht zu entnehmen: Alles, was zuvor an Merkmalen für eine IGS angeführt worden war, konnten und machten die André-Mouton-Pädagogen längst. Der erregte Zusatz „Und wir werden geschlossen!“ entlarvte indes das billige Motiv. Das war unter dem Strich unanständig und einer preisgekrönten Schule nicht würdig. Umgekehrt war nun auch nicht zu erwarten, dass Referentin Susanne Pavlidis als erfolgreiche Peiner IGS-Leiterin über Nacht die Schwachstellen der Schulform zusammengetragen hätte, um sie dem Publikum zu servieren. Der Informationsabend und seine Verwerfungen machten so am Donnerstag wieder einmal deutlich, dass seit langem der Glaubenskrieg zwischen „Gegliederten‘ und „Gesamtlern“ vor allem — wenn auch vielleicht ungewollt — zu Lasten Dritter, nämlich auf dem Rücken von Eltern und Schülern ausgetragen wird und viele von ihnen verwirrt zurücklässt. Es gibt nur eine einzige These, die unter demokratischen Aspekten und Objektivitätskriterien allen Belastungen standhält, aber das reicht: Wenn es darum geht, mit einer IGS das bestehende Angebot an Schulformen zu erweitern und Eltern/Schülern eine zusätzliche Option zu eröffnen, dann darf bei festgestelltem Bedarf niemand eine Gesamtschule im Landkreis Goslar verwehren.
GZ vom 19.09.2009
Stellungnahme des Kollegiums
|
Druckbare Version
|
|